Wenn die Schlafräuber kommen… (Teil 2)

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Sieben wirkungsvolle Tipps, die euch dabei helfen, besser zu schlafen!


7 Schlaftipps: Schlaf-Coach Miriam Krüger im Interview

Unsere Coach-Kollegin Miriam Krüger hat sich auf Schlaf-Coaching spezialisiert. Hier sind die Tipps für den entspannteren Schlaf.

Gudrun Jay-Bößl: Liebe Miriam, das letzte Mal haben wir viel über Ursachen des schlechten Schlafens erfahren und wie man oder frau das Thema grundsätzlich anders angeht – mit deiner Unterstützung, zum Beispiel durch eine Aufstellung oder Meditation. Was sind jetzt deine Tipps für den guten Schlaf?

  1. Achtet auf einen regelmäßigen Schlafzyklus: Geht jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und steht morgens in etwa um die gleiche Zeit auf (+ / – 30 Minuten). Das ist gut für den biologischen Rhythmen des Körpers. Auch am Wochenende und im Urlaub solltet ihr diesen Rhythmus beibehalten; auch wenn es zu Anfang schwerfällt.
  2. Tagsüber (am besten morgens) viel ins Freie gehen – Tageslicht stärkt den inneren Rhythmus
  3. Vermeidet körperliche Überanstrengung nach 18 Uhr. Am besten, ihr legt sportliche Aktivitäten auf den späten Nachmittag oder frühen Abend. Das kann das Einschlafen erleichtern. Schwere geistige und körperliche Anstrengungen direkt vor dem Schlafengehen machen wacher als eigentlich erwünscht…
  4. Schaltet eure Computer, Smartphones und Tablet spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen ab. Der hohe Blaulichtanteil im Hintergrundlicht der Bildschirme führt dazu, dass beim Nutzer die Melatonin-Produktion abfällt.
  5. Sorgt für eine ausreichend lange Zeit zwischen Arbeit bzw. anderen Belastungen und dem Zu-Bett-Gehen: Ideal sind so ca. 2 Stunden, um „runter zu fahren“. So schafft ihr euch eine Pufferzone zwischen Alltag und dem Zubettgehen.
  6. Die Zeit vor dem Einschlafen sehr entscheidend für eure Schlafqualität. Wichtig ist, dass ihr feste Abläufe, sogenannte Schlafrituale, entwickelt, damit sich der Körper bewusst auf die Schlafenszeit einstellen kann. Mit solchen Abläufen könnt ihr die Schlafqualität beibehalten und sogar ständig erhöhen. Sonst ist es manchmal purer Zufall – mir geht es um eine Schlafstrategie… wie bei Kindern, die auch eine Art Einschlafritual haben sollten. Sicher erinnert ihr euch an eure eigene Kindheit.
  7. Ein 15 bis 20-minütiges Power-Napping (Mittagsschlaf) zwischendurch: Das verbessert die Stimmung und Leistungsfähigkeit in der zweiten Tageshälfte erheblich und sorgt auch für eine bessere Nachtruhe. Aber: Bitte nicht länger als 20 Minuten schlafen, um nicht in einen Tiefschlaf zu verfallen. Dann dauert das Aufwachen und die neuerliche Aktivierung des Organismus bedeutend länger und der Tag-Nacht-Rhythmus gerät durcheinander. Mein Tipp ist hier, mittags im Büro einfach die Tür zuzumachen und mal kurz einzunicken: Telefon leise stellen, nicht abdunkeln, nicht bequem liegen und dann einen Schlüsselbund in die Hand nehmen. Wenn er fällt, ist es Zeit, weiterzuarbeiten!

About Gudrun Jay-Bößl

Gudrun Jay-Bößl, Heilpraktikerin für Psychotherapie, systemischer Coach und NLP-Master. Lösungsorientiert, pragmatisch und humorvoll. Mit innovativen Methoden aus der Kurztherapie auf zu neuen Möglichkeiten für die KlientInnen.