Burnout Prävention:

Wie du Stress reduzieren kannst

Erschöpft und überfordert – seelisch, mental und körperlich: Kennst du dieses Gefühl oder diesen Zustand vielleicht auch? Viele Menschen haben Angst, ihre Gesundheit durch zu viel Arbeit, andauernde Höchstleistungen mit hohem Druck und Stress zu gefährden und in einen Burn-out zu rutschen – ohne es zu merken. Bzw. es zu spät zu merken, wenn man voll im Hamsterrad steckt. Was kannst du tun – wie kannst du Burnout Prävention betreiben?

Viele Menschen kommen zu mir, weil sie Angst vor einem Burnout haben

Mein Praxis-Schwerpunkt liegt im Business (aber Ausnahmen bestätigen die Regel – siehe unten – besonders Senioren und frisch-gebackene Rentner gehören zu meinen Klienten). Darum sind es oft die Chefs, die Führungskräfte oder Entscheider, aber auch die Fach-Experten, die zu mir kommen.

Was sie eint, ist ein sehr hoher Anspruch an sich selbst und andere. Sie überfordern sich und tragen oft Überzeugungen in sich wie „Ich muss immer mehr machen als andere“, „Ich bin nicht gut genug“ oder „es reicht nicht“. Derartige Denk-Muster sind keine Fakten, sondern veränderbare Glaubenssätze. In meiner Praxis KAGU arbeiten wir gemeinsam daran, diese hinderlichen Muster und Glaubenssätze aufzulösen und neue, hilfreiche Sätze zu finden. Zum Beispiel „Ich bin frei“ oder „Ich entscheide“ etc. Ziel-Sätze richten sich oft daran aus, mehr Souveränität zu erlangen bzw. wieder zu gewinnen. Es geht oft darum, flexibler zu werden: Weniger Grübeln, mehr Lebensfreude.

Mehr im Hier und Jetzt sein

Hier erfährst du, wie du mehr auf deine seelische und kognitive Gesundheit achten kannst. Das hat meist auch positive Auswirkungen auf deinen Körper 🙂 Denn das Ausgebranntsein mit Burnout-Symptomen wie Resignation, Verzweiflung, Erschöpfung und Apathie lässt sich durch einen bewussten und achtsamen Umgang mit sich selbst vermeiden.

 

Was kann zu einem Burnout führen?

  • Ständiger Zeit- und Leistungsdruck
  • Zu lange Arbeitszeiten
  • Frust und Resignation im Job
  • Wenig Anerkennung
  • Andauernde, nervige Konflikte, Machtkämpfe und Reibereien
  • Eine (zu) hohe persönliche Motivation und Perfektionismus
  • Die Überzeugung, dass es sonst nicht reichen könnte (einschränkende Glaubenssätze)
  • Das Gefühl, die Welt retten zu müssen – bis hin zu Allmachtsphantasien
  • zu viel online, zu viel Social Media

 

Was sind erste Anzeichen für einen Burnout?

Woran kannst du persönlich (genauso wie andere Menschen im Business erkennen, dass du in einen Burnout läufst?

Die Symptome zeigen sich seelisch (z.B. Ängste, Hilflosigkeit, Konzentrationsprobleme), emotional (z.B. mit depressiven Verstimmungen, Grübeleien und Versagensängsten) und körperlich (z.B. Rückenschmerzen, Übelkeit, Herz- und Kreislaufprobleme).

Die Menschen sind erschöpft. Sie reagieren gereizt, sind zynisch und frustriert und ziehen sich aus ihren sozialen Kontakten zurück. Stattdessen sitzen sie apathisch auf dem Sofa und konsumieren – z.B. zu viel Alkohol, aber auch zu viel Medien.

Abgrenzung Burnout und Depression

Übrigens: Gerade der Zynismus kann eventuell ein Anzeichen sein, um Burn-out von einer Depression zu unterscheiden. Denn beide Krankheitsbilder können ansonsten recht ähnlich wirken. Menschen mit einer depressiven Episode können z.B. unter einer gedrückten Stimmung leiden, sind antriebslos und schnell ermüdet. Traurig zu sein, vermeintlich ganz grundlos, kann auch ein Symptom sein. Zudem gelten Schlafstörungen als ein typisches Symptom von Depression.

Darum ist meine Empfehlung, dass du dich auf jeden Fall bei deinem Arzt/deiner Ärztin meldest. Eine depressive Störung kann multifaktorielle Ursachen haben. Manchmal braucht es Medikamente und eine andere Herangehensweise, als ich sie als Heilpraktikerin für Psychotherapie bieten kann und darf. Oft arbeite ich parallel – die Menschen nehmen (oft für einen gewissen Zeitraum) Medikamente und gleichzeitig besprechen wir die möglichen Ursachen und verändern nicht-konstruktive Überzeugungen über das eigene Selbstbild.

 

Gesundheit schützen und Prävention ernst nehmen

Ständiger Stress ist eine große Gefahr: Der Blutdruck kommt nicht mehr herunter. Dadurch können gefährliche körperliche Erkrankungen entstehen – Bluthochdruck, die Gefahr von Schlaganfällen oder Herzinfarkt. Ein positiver Stress hingegen (Eustress genannt) ist etwas, das motiviert, Freude bereitet und was „ein Ende hat“ (zum Beispiel ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt) und wo sich die Aufregung wieder legt. Prüfe, ob du diese Erholungsphasen zwischen dem Stress hast – und wenn nicht, unternimm etwas.

 

Kurz gesagt, teste dich selbst:

  • Erschöpfung schon am Morgen?
  • Keinen Sinn mehr beim Gestalten?
  • Keine Lust mehr auf Freizeitaktivitäten, weil du lieber nur noch aufs Sofa willst?
  • Kein Sport mehr, lieber ein Glas Rotwein? Morgen wieder früh raus, ein Teufelskreis.
  • Freunde, Familie, Hobbies bleiben auf der Strecke.
  • Schlafstörungen, Rücken- oder Kopfschmerzen

 

Wie verläuft die Burnout-Prävention bei mir?

Meine präventive Arbeit in der Praxis KAGU in Hannover zielt mit Beratung, Coaching und Therapie bei drohendem Burnout darauf ab, dass du deine persönlichen Stressmuster erkennst und deine wesentlichen Stressfaktoren reduzieren kannst.

  • Stabilisierung und Sicherheit stehen an erster Stelle
  • Abgeben von „Alt-Lasten“ aus deiner Vergangenheit, wo du keine Alternative zum „Ich muss immer alles machen und aushalten“ hattest
  • Erleben von positiven Ressourcen
  • Entdecken der Stress-auslösenden Muster und ihre Veränderung
  • Aufbau von neuen Verhaltensweisen
  • Besserer Umgang mit Konflikten
  • Integration von Atemübungen und Entspannungsübungen

Welche Herangehensweisen sind bei Burnout und Burnout-Prävention sinnvoll?

Ich nutze sehr lösungsorientierte Methoden, um dich zu unterstützen. Darum kann es auch relativ schnell gehen, dass wir gemeinsam die Ursache finden und anschließend Wege zu deiner passenden Lösung entdecken.

Ich bin nie direktiv, sondern gehe immer mit dem, was du erzählst – individuell und empathisch. Allem zugrunde liegt meine humanistische Haltung und die Überzeugung, dass Menschen ihre Ressourcen bereits in sich tragen. Häufig zum Einsatz kommen bei mir Interventionen aus dem Neurolinguistischen Programmieren, weil du hier z.B. sofort spüren kannst, ob und wie es dir hilft – und nützlich ist. Weiterhin ist die systemische Beratung elementar, weil wir hier entdecken, welche Muster aus dem Familiensystem dich eventuell belasten. Mittlerweile kann ich aus Erfahrung sagen, dass wir an die 80 % Muster aus unserer Kindheit und Jugend übernommen haben – bewusst oder unbewusst – die irgendwann aufgehört haben, nützlich zu sein. Beispiel: Ein Mann in meinem Alter wurde in seiner Kindheit häufig geschlagen. Also lernte er, den Mund zu halten und sich anzupassen. Damit fällt es ihm schwer, sich im Business abzugrenzen. Aber heute, als Erwachsener, muss er ja keine Schläge mehr fürchten. Er d a r f also nein sagen, sich widersetzen und für sich sorgen. Solch eine Veränderungsarbeit ist sehr wirkungsvoll und auch nachhaltig. Es ist häufig so, als wäre ein Schalter umgelegt: Man darf jetzt gelassener, selbstbewusster für sich sorgen.

Ich verbinde diese Therapie bzw. das Coaching häufig mit Herangehensweisen aus der lösungsfokussierten Kurztherapie – weil auch hiermit sofort etwas bewegt werden kann. Wer mag, kann auch noch vor der ersten Sitzung eine Art „Hausaufgabe“ bekommen – selbst das kann die gewünschte Veränderung bereits initiieren…

 

Tipps: So beugst du einem Burnout vor!

Bei einem Burnout entwickeln die Betroffenen Schwierigkeiten mit der Lebensbewältigung. Die Leistungsfähigkeit ist reduziert – oft eine Folge (zu) großen beruflichen Engagements.

Lerne darum deine Grenzen kennen und sich selbst spüren:

  • Aktiviere deine Ressourcen: Entwickele positive Aktivitäten, z.B. mehr Zeit mit der Familie und Freunden.
  • Treibe – in Maßen – den Sport, der dir Freude bereitet, ohne Leistungsdruck
  • Pflege deine Hobbys.
  • Nimm dir Zeit für dich selbst. Nimm einfach einmal wahr, wie sich dein Puls beruhigt, wenn du einige Momente ruhig durchatmest.
  • Gehe jeden Tag einige Minuten achtsam – d.h. langsam, spüre dabei deinen Körper und genieße diese Entspannung!

Was auch helfen kann, sind die (aus meiner Sicht wichtigsten drei) Resilienzfaktoren:

  • Selbstwirksamkeit – wo spürst du, dass dein Engagement und dein Handeln etwas für dich bringen?
  • Optimismus – das Glas ist halb voll. Selbst 51 % halbvoll ist besser als 49 % – mach es dir leicht!
  • Soziale Kontakte – mit Menschen sprechen ist viel besser als nur im digitalen Austausch zu sein. Denn das Bindungshormon Oxytocin führt zu einem Wohlgefühl in der Gemeinschaft. Das kann KI nicht.

Um die Belastung zu reduzieren, gibt es ganze Bündel an Maßnahmen:

  • Körperlich: z.B. Reduktion von Lärm und Schmutz sowie anderen gesundheitlichen Gefährdungen, Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes, Sport – und Fitness-Angebote
  • Emotional: Eine wertschätzende Kultur mit Feedback und verlässlichen Regeln einführen und leben
  • Seelisch: Beratungsangebote im Rahmen von Prävention installieren, um die psychische Gefährdung zu reduzieren. Dazu kann auch gehören, den Mitarbeitern Unterstützung von Coaches und Heilpraktiker für Psychotherapie anzubieten.

„Für ein Projekt zu brennen, hat zwei Seiten. Begeisterung, ja, aber man kann sich auch selbst abfackeln…“, meinte neulich ein Klient. Wähle lieber den Weg aus der Überlast.

Es gibt immer Möglichkeiten, anzuhalten, innezuhalten und sich neu zu orientieren, ohne seine Gesundheit zu verlieren – oder das Gesicht.

 

Begleitung nach einem Burnout

In meiner Praxis KAGU in Hannover begleite ich auch Menschen, die nach einem Burnout und einer entsprechenden Auszeit wieder zurück in den Job möchten. Zum Beispiel, wenn du nach einer längeren Krankheitsphase, nach einer Reha oder Tagesklinik jetzt wieder den Weg in den beruflichen Alltag suchst.

Damit bekommst du praktische Tipps – vom Schreibtisch-Aufräumen am Freitag bis zum gut gelaunten Start am Montag. Du kannst so stabil bleiben und nicht erneut in das Hamsterrad hineingeraten.

Eltern-Burnout – Kollegiale Hilfe bei Überforderung im Familienalltag

Eltern, besonders Alleinerziehende, sind oft überfordert und erschöpft. Im Unterschied zur Arbeitswelt, wo man letztlich auch den Job wechseln und damit die Zugehörigkeit zur Organisation beenden kann, bleibt die Familie aber lebenslang „da“ – damit verbunden die hohen Ansprüche, die Erwartungen und das 24/7 Funktionieren müssen. Schau gern in einen Beitrag von StarkfürKinder,  wenn du dich für das Thema Familie – Kinder – Burnout weiterführend interessiert.

Burnout-Prävention für Senioren

Ein ganzes Leben lang zusammen – und dann wird der Partner oder die Partnerin zum Pflegefall:  Hier habe ich eine besondere Expertise, die auf viel Erfahrung in der Beratung von älteren Menschen fußt. Das können Menschen sein, die bereits in Rente sind oder diesen Schritt gerade vor sich haben – bzw. gerade ihr Leben neu ausrichten.

Oft ist Mut gefragt, um den Weg zu einem Coach, einer Therapeutin oder einer Lebensberaterin zu finden. Doch es kann sich lohnen: Im letzten Jahr hatte ich einen liebenswürdigen Senior, der am Rande seiner Kräfte war und sich quasi nichts mehr gönnte, weil er nur für seine pflegebedürftige Frau da war. Gemeinsam fanden wir Wege, wie er es mit seinem Gewissen einerseits und seiner wieder erwachten Selbst-Fürsorge andererseits verbinden konnte, das Leben wieder zu genießen. So konnte ein Abrutschen in einen Burnout vermieden werden. Und keine Bange vor mir: ich bin bodenständig und normal (sagen die anderen).

Das findest du noch in der Praxis KAGU Hannover:

Resilienz Coaching – Zurück zu innerer Stärke finden

Traumatherapie – Das Schwere hinter sich lassen, sanft und sicher zu mehr Stabilität kommen

Business Coaching – Hilft dir bei schwierigen Herausforderungen

 

Tipps für den Alltag im KAGU-Blog!

HIer vertiefe ich einzelne, durchaus aktuelle Themen und gebe Tipps, wie ihr besser durch den Alltag kommt:

https://www.praxis-kagu.de/category/burnout-praevention