Lösungsorientierte Traumatherapie nach Dr. Hélène Dellucci

Die Psychologin, Familientherapeutin und EMDR-Europa-Beraterin Hélène Dellucci entwickelte eine sanfte, weiche und sehr effektive Traumatherapie. Ich erlernte diese Methode bei einem ihrer Lehrgangsteilnehmer, meinem systemischer Ausbilder Christopher Bodirsky in Hannover.

Ich wende diese lösungsorientierte Traumatherapie in meiner Praxis KAGU sehr gerne an, sowohl im lösungsfokussierten Coaching, dem Business-Coaching als auch in therapeutischen Kontexten. Denn sie lässt sich für die Klientin/den Klienten leicht und fließend in den gesamten Ablauf integrieren.

Ich habe erlebt, zu welch großer emotionaler Befreiung und positiver Stärkung der Persönlichkeit diese zugleich sanfte wie wirkungsvolle Methode nach Dr. Hélène Dellucci führen kann.

Auch bei Menschen, die vielleicht dachten, ihre traumatische Situation schon bewältigt zu haben (z.B. psychischer und körperlicher Missbrauch, Trauer, Verfolgung) – bei denen im therapeutischen Setting dann doch noch die Emotionen wieder hoch schwappten – führte meine Anwendung der lösungsfokussierten Traumatherapie dazu, dass sie in Ruhe mit dem belastenden Thema abschließen konnten.

 

Wie funktioniert die lösungsorientierte Traumatherapie? Was nützt sie?

Oft setze ich zu Beginn der Sitzung zuerst die Wunderfrage von Steve de Shazer ein: Dann hat die Klientin/der Klient bereits ein Lösungsbild, wie es sein könnte, wenn das Problem weg ist. Danach arbeiten wir das traumatische Erleben vorsichtig auf. Dabei ist mir wichtig, sanft mitzugehen. Dies führt zu sehr berührenden, intensiven Momenten, wenn die Klientin/der Klient seine emotionale Belastung (endlich) bewältigen und verarbeiten kann. Dies geht oft recht schnell, weil die Methode fokussiert ist.

 

Sicherheit und Stabilität als Basis

Wenn eine traumatische Erfahrung das Erleben von existenziellen Ängsten, Unsicherheit, Hilflosigkeit und Ohnmacht ist, dann arbeitet diese moderne Methode also genau mit dem, was der Klientin/dem Klienten in dieser Situation (ob einmalig erlebt, mehrfach oder dauerhaft) damals fehlte: Mit dem Gefühl völliger Sicherheit, mit dem Aufbau von eigenen Kompetenzen, Selbstbestimmung und Autonomie der Klientin/des Klienten.

Dabei wirken Klientin/Klient und ich als ein Team: Ich erkläre, wir arbeiten – Schritt für Schritt mit kleinen Übungen, die aufeinander aufbauen können. Das Ziel: Diese erzeugen sichtbar und spürbar konstruktive, realistische Lösungen. Dabei hilft die bilaterale Körperstimulation (z.B. abwechselndes Tappen auf den Beinen oder mit den überkreuzten Armen), um die Verarbeitung des traumatischen Erlebens neuronal anzustoßen und zu unterstützen.

Auf Konfrontation wird bei der lösungsorientierten Traumatherapie nach Dr. Hélène Dellucci verzichtet. Die Klientin/der Klient entscheidet, ob und was sie/er aus ihrer Vergangenheit erzählt. Hier ist aus meiner Sicht der vielleicht größte Unterschied zur klassischen Traumatherapie EMDR, bei der zumindest kurz einmal die „schlimmste Situation“ thematisiert wird, um die abgespaltenen, verdrängten Neuronen zu triggern, bevor es dann in die Verarbeitung Richtung Lösung geht.

EMDR hat für mich aber genauso einen Platz in meiner Arbeit in der Praxis KAGU: Es gibt immer mehrere Wege zum Ziel – mit meinem Gegenüber entscheide ich zusammen, welche Herangehensweise wann das Passende ist. Ich gebe den entsprechenden Halt; das ist sicher sehr wichtig für meine Klientinnen und Klienten.

So läuft die Arbeit ab:

Stets wird zuerst ein sogenannter „sicherer Ort“ als mentaler Sicherheits-Anker eingerichtet. Das ist die Basis für meine Trauma-Arbeit.

Wie geht es dann weiter? Eine Intervention aus der lösungsorientierten Traumatherapie ist z.B. die Integration jüngerer, verletzter emotionaler Anteile. So entsteht bei der Klientin/dem Klienten ein körperlich spürbares Gefühl von Ganzheit. Nichts muss mehr abgespalten bleiben, die neuronale Verarbeitung im Gehirn führt zur emotionalen Integration.

Darauf baut sich Sicherheit auf – und auch das Selbstwertgefühl kehrt zurück oder wächst. Die Menschen können mit dem, was geschehen ist, abschließen: Es war schlimm, aber es ist vorbei. Ein schönes, befreites Leben im Hier und Jetzt wird möglich: Ziele erreichen. Beziehungen eingehen. Und: „Nein“ sagen dürfen – das alles kann jetzt möglich werden!

 

Welche Interventionen aus der lösungsorientierten Traumatherapie setze ich ein?

Eine weitere wirkungsvolle Intervention, die ich nutze, ist das lösungsorientierte Genogramm: Ein Stammbaum, der aufzeigt, welche Ressourcen es in der Familie gibt, die Teil von einem selbst sind oder sein können.

Oder z.B. „der Brief an den Vater“ oder „Brief an die Mutter“, um das Ungesagte, die Verletzung, das, was passiert ist, aufzuarbeiten.

Oder die Klientin/der Klient visualisiert das Erlebte in einer schnellen Abfolge gemalter Skizzen. Zusammen mit dem Klopfen der bilateralen Körperstimulation wird das Erlebte von Bild zu Bild bearbeitet.

Auch eine Familiencollage ist hilfreich: Die Klientin, der Klient baut sich ein zusammengeklebtes Bild aus Menschen auf, die im eigenen System hilfreich gewesen wären: Echte wie fiktive Gestalten, die zusammen das repräsentieren, was fehlte: Sicherheit, Geborgenheit, Stärke… Auch diese visuelle, gestalterische Kreativarbeit trägt dazu bei, ein Trauma zu bewältigen. Ich begleite den Prozess – und freue mich, miterleben zu dürfen, wie Menschen wachsen und ihre Ressourcen (wieder) entdecken!

 

Pragmatisch und allgegenwärtig ist die Gegenwarts- und Zukunftsorientierung

Zentrale Elemente der lösungsorientierten Traumatherapie (wie z.B. das Fragen nach Ausnahmen, das Fragen nach Lösungen, die es schon einmal gab) basieren auf der lösungsfokussierten Kurztherapie von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg. In der lösungsorientierten Traumatherapie kommen auch Vorgehensweisen aus den Struktur-Aufstellungen nach Professor Varga von Kibéd und Insa Sparrer zum Tragen. Es ist aus einem (humanistischen) Guss, bei dem die Gegenwarts- und Zukunftsorientierung für die Klientin/den Klienten im Mittelpunkt steht.

 

Das Miteinander der lösungsstarken Methoden

Wer sich über meine Methoden informiert, wird vielleicht feststellen: Sie berühren sich! NLP, die humanistische Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers, die systemische Beratung und die Struktur-Aufstellungen nach Varga von Kibéd/Insa Sparrer, die lösungsfokussierte Kurztherapie von Steve de Shazer etc.

Wer bei mir war, weiß: Ich erkläre meine Methoden immer vorab (außer jemand möchte das nicht) – dieses Angebot gehört für mich zu einem Arbeiten auf Augenhöhe dazu.

Weil die lösungsorientierte Traumatherapie von Dr. Hélène eine so sanfte und zugleich effiziente Methode ist, eignet sie sich für den Einsatz bei allen meinen Leistungen in der Praxis KAGU.

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About Gudrun Jay-Bößl

Gudrun Jay-Bößl, Heilpraktikerin für Psychotherapie, systemischer Coach und NLP-Master. Lösungsorientiert, pragmatisch und humorvoll. Mit innovativen Methoden aus der Kurztherapie auf zu neuen Möglichkeiten für die KlientInnen.