Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers

Nach der Gesprächspsychotherapie von Carl Rogers zu arbeiten, bedeutet für Sie als Klientinnen und Klienten: Sie werden ernst genommen als Mensch, der alle Fähigkeiten besitzt, sich zu entwickeln. Es gibt kein Therapeuten-Klienten-Gefälle; ganz im Gegenteil, ich arbeite in der Praxis KAGU stets auf Augenhöhe. Das gilt fürs lösungsfokussierte Coaching, das Business-Coaching, die Burnout-Prävention und die Traumatherapie.

Im Folgenden stelle ich – basierend auf meinem Wissen und meiner Erfahrung – die Gesprächspsychotherapie vor. Ich habe sie u.a. bei Christopher Bodirsky in Hannover im Rahmen meiner mehrjährigen Ausbildung in systemischer Beratung/Therapie gelernt und wende sie seit Jahren gerne an.

 

Wer war Carl Rogers? Wann entstand die Gesprächspsychotherapie?

Carl Rogers (1902 – 1987) war ein amerikanischer Professor für Psychologie, der aber aus der Naturwissenschaft kam: Er beobachtete darum viel und stellte Studien auf, wie sich Menschen entwickeln. Das verband er mit x Jahren praktischer Arbeit mit verschiedenen Menschen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene – aus allen Schichten. Dabei stellte er fest: Je weniger direktiv und stattdessen wertschätzend, empathisch und akzeptierend sich Menschen in einer positiven Umgebung entwickeln können, desto gestärkter ist ihr Selbst.

Er entwickelte aus diesen Erkenntnissen heraus zwischen 1938 und 1950 die humanistische Gesprächspsychotherapie als damals neue „Schule“. Was ihm dabei half, war vielleicht, dass er keinen direkten Mentor hatte: Er hat die Gesprächspsychologie darum selbst neu erfunden!

Kurz zur Einordnung in Richtung Freud: Bei Carl Rogers geht es um die leichtere, bessere und konstruktive Bewältigung des Alltags und n i c h t um die Vergangenheitsbewältigung im Sinne von Siegmund Freud. Das macht Rogers‘ Schule auch so pragmatisch!

 

Ziel: Das Selbst stärken – für Ihre persönliche Herausforderung, Ihr Anliegen oder Problem

Ich mag die humanistische Herangehensweise sehr und arbeite in meiner Praxis KAGU in Hannover viel damit: Die Gesprächspsychotherapie nach Rogers ist eine warmherzige, konstruktive Arbeit. Es geht darum, Ihre Ressourcen zu stärken und Ihr Selbstbewusstsein zu entwickeln, damit Sie das, was Ihr Anliegen oder Ihr Problem ist, auf eine gute Weise bewältigen können. Das kann z.B. sein:

  • Aufbau von Selbstwertgefühl
  • Burnout-Prävention
  • Burnout-Bewältigung
  • Burnout-Therapie
  • Coaching und Therapie bei Beziehungsstress, Konflikten und Krisen
  • Anpassungsstörungen nach Veränderungen wie Trauer und Verlust
  • Traumatherapie
  • Entwicklung neuer Perspektiven und Finden von neuen Lösungen

Was sind die Möglichkeiten der Gesprächspsychotherapie?

  • Die Gesprächspsychotherapie kann neuronale Verbindungen im Gehirn verändern und damit eine dauerhaft positive Entwicklung anstoßen.
  • Sie kann helfen, negative Verhaltensmuster zu minimieren oder sein zu lassen.
    • Es geht um einen Prozess der Persönlichkeitsveränderung: Es geht um das Entwickeln, Akzeptieren und Zulassen der eigenen Gefühlswelt im Kontext einer realitätsgerechten Reflexionsfähigkeit
  • Der Klient/die Klientin entwickelt sich weg von eigenen inkongruenten Gefühlen hin zu einem „mehr mit sich selbst sein“ mit weniger Ängsten und mehr Selbstverwirklichung
  • Der Klient/die Klientin lernt sich selbst besser kennen – die Förderung der Eigenverantwortlichkeit ist wichtig
  • Die Gesprächspsychotherapie ist ein n i c h t symptomzentriertes Verfahren, sondern ihr Ziel ist es, das Selbstkonzept (das Bild, dass Sie von sich selbst haben), zu verändern, sodass es wenig bis keine Inkongruenz mehr zwischen dem gibt, was Ihre Erfahrungen sind und was Sie von sich selbst glauben. Carl Rogers nennt das eine „konstruktive Persönlichkeitsveränderung“. Er grenzt seine Therapie ab von der Verhaltenstherapie, wo es eher darum geht, das Symptom zu verbessern.

 

Das Besondere der Gesprächspsychotherapie ist die Beziehung zwischen zwei Menschen

Für mich ist diese Methode darum eine Haltung, die ich als Therapeutin oder Coach erfülle – aus Überzeugung. Es ist eben keine „Technik“. Warum ist das so? Weil es die Beziehung ist, die heilt, nicht eine einzelne Interaktion. Zentral sind nach Carl Rogers 3 Grundlagen:

  • Es geht um Empathie; diese steht im Mittelpunkt!
  • Es geht um das bedingungsfreie Akzeptieren des Klienten – das braucht wirkliche Haltung und Hinwendung zum Anderen, der in sich genauso integer und wertvoll ist wie jeder Mensch! Es geht um den Dialog auf Augenhöhe, ohne direktive Ansagen oder Ratschläge.
  • Kongruenz der Therapeutin: Ich bin echt und ehrlich (es gibt keine pseudo-professionelle Therapeutenhaltung). Die Kongruenz bezieht sich also auf mich, und auf den Umgang mit Ihnen.

 

Warum wirkt die Gesprächspsychotherapie?

Die Beziehung zwischen mir und Ihnen ist der wesentliche Erfolgsfaktor. Dass das funktioniert, erlebe ich in meiner täglichen Arbeit.

Dahinter steckt folgendes Denkmodell: Wenn eine Klientin, ein Klient so akzeptiert wird, wie sie/er ist – mit den Gefühlen, Gedanken – baut sich das Selbstbewusstsein schrittweise auf. Es geht nicht um defizitäres Denken, sondern um die Entwicklung des eigenen „Selbst“.

Es kann sein, dass eine Klientin/ein Klient es vielleicht erstmals erlebt, dass sie/er so angenommen wird, wie sie/er ist. So baut sich das Selbstbewusstsein auf: Sicherheit und Bindungsfähigkeit entstehen oder werden gestärkt!

 

Arbeit nach dem 50% – 50% Expertenmodell

Nach dem Expertenmodell von Carl Rogers bringt der Klient/die Klientin seinen Teil der Expertise ein: Sein Leben, seine Erfahrung, sein Wissen. Ich als Therapeutin oder Coach bringe den Teil der hilfreichen Unterstützung ein – als Zuhörerin, als diejenige, die Anregungen gibt und hilft, eigene Ressourcen zu entdecken.

Eine wichtige Prämisse: Nach Rogers muss die Therapeutin davon überzeugt sein, dass ihre Psychotherapie hilfreich ist – nicht nur allgemein, sondern in jedem konkreten Fall. Sie braucht Kriterien und eine Theorie, die zu ihr passt. Dazu gehört große Beziehungsfähigkeit – und aus meiner Sicht auch einfach eine Liebe zum Menschen.

Weiterhin kommt für mich hinzu: Reflektionsfähigkeit, die Gabe der Beobachtung und die feste Überzeugung, dass sich Menschen durch ein positives Begleiten und eine wohlwollende Unterstützung entwickeln. Ich für mich kann sagen: Ich gehe immer davon aus, dass sich Dinge zum Positiven verändern lassen.

Die Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers ist Haltung und Methode: Darum wende ich sie bei allen Themenschwerpunkten der Praxis KAGU an.

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