In welcher Zeit lebst du denn?

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Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – erkenne, wer sich am liebsten in welcher Zeit aufhält und wie du damit umgehst!


War früher alles besser? Reizt dich mehr die Herausforderung, die morgen ansteht? Oder fühlst du dich absolut wohl im „Hier und Jetzt“? Ob als Personaler, Führungs-, Fachkraft oder Privatperson: Wissen um die Orientierung in der Zeit kann dich weiterbringen!

Früher war alles besser?!

Menschen, die sich gern rückbesinnen, fühlen sich wohl im Vertrauten. Für ältere Menschen ist das entwicklungspsychologisch völlig angemessen: Sie erinnern sich und blicken als Rentner zurück auf ein bewegtes Leben. Auf das Arbeitsleben bezogen bedeutet Vergangenheitsorientierung: Formale Strukturen und gewohnte Routinen lassen diese Menschen zu Hochform auflaufen. Sprachlich nutzen sie häufig das Präteritum. Und manchmal auch das Plusquamperfekt – selbst bei den Toten Hosen heißt es in dem (ebenfalls rückwärtsgewandten) Song: Was mal gewesen war – ein Grauen für mich als Germanistin… warum nicht einfach „was mal war“. Macht Campino das absichtlich? =)

„Wenn ich groß bin, werde ich Prinzessin“

Oder Feuerwehrmann. Oder „Spießer“… Kinder haben meist große Pläne. Erwachsene, die sich sehr auf das Morgen konzentrieren und im Futur sprechen, können in innovativen Projekten aufblühen. So motivierst du sie auch – sie lieben das Neue, das in der Zukunft auf sie wartet. Ein kleiner Exkurs: Wenn du zum Beispiel mit ihnen einen ganztägigen Ausflug machst, erzählen sie dir schon um die Mittagszeit „Mensch, das war aber toll!“ Ich, die ich ein bisschen mehr in der Gegenwart verortet bin, sage dann immer „Wir sind doch noch mittendrin!“ – aber diese zukunftsorientierten Menschen sind geistig schon bei der nächsten Aufgabe, Herausforderung…

Macher machen alles im Hier und Jetzt

Das Präsenz ist die Favoriten-Sprache der Gegenwartsorientierten: „Jetzt mache ich das, dann das und danach jenes.“ Im Management ist ihre anpackende (Ausdrucks-)Weise sehr beliebt.

Mischen possible

Wie bei all den Typisierungen, gibt es Mischformen, die auch noch kontextabhängig sind. Also lohnt es sich, genau hinzuhören. Eine hilfreiche Frage, um gezielt herauszufinden, wes „Geistes Kind“ mein Gegenüber ist: Womit beschäftigst du dich mehr – mit dem, was war, was ist, oder was morgen sein wird?

Viel Freude beim Ausprobieren und schöne Pfingsten!

About Gudrun Jay-Bößl

Gudrun Jay-Bößl, Heilpraktikerin für Psychotherapie, systemischer Coach und NLP-Master. Lösungsorientiert, pragmatisch und humorvoll. Mit innovativen Methoden aus der Kurztherapie auf zu neuen Möglichkeiten für die KlientInnen.